Dresden - Architekturgeschichte

Architektur Dresden

Vom Mittelalter bis in die Neuzeit – Dresden besitzt zahlreiche Bauwerke aus allen Epochen.

Zwar wurde ein großer Teil der historischen Bausubstanz durch die Bombenangriffe von 1945 und die Nachkriegsjahre zerstört, dennoch blieben eine ganze Reihe typischer Gebäude übrig oder wurden wieder aufgebaut.

So viel Glück hatte die Sophienkirche, ein Beispiel mittelalterlicher Baukunst, leider nicht. Bereits 1265 als Gebetshaus eines Franziskanerklosters entstanden, wurde sie in den folgenden Jahrhunderten mehrfach um- und ausgebaut.

Bis 1918 war die Sophienkirche evangelische Hofkirche Dresdens, ab 1922 hatte der sächsischen Landesbischof hier seinen Sitz.

Durch die Bombenangriffe im Februar 1945 wurde die Sophienkirche sehr stark beschädigt und stürzte wegen fehlender Sicherungsmaßnahmen 1946 schließlich ganz ein. Nach dem Krieg wurde heftig darüber gestritten, was mit der Ruine geschehen sollte. Schließlich wurden die Reste beräumt und an dieser Stelle eine Großgaststätte gebaut.

In der Renaissance ab 1530 entstanden bekannte Bauwerke wie das Dresdner Residenzschloß, die Schloßkapelle, das Dresdner Zeughaus oder das Pirnaische Tor.

Aus der Epoche des Barock sind der Zwinger, die Hofkirche und das Taschenbergpalais bekannt.

Im nachfolgenden Dresdner Rokoko-Stil wurden das Kurländer Palais, das Palais Brühl und das Zweite Belvedere errichtet.

Diese Bauweise wurde vom Klassizismus abgelöst. Beispiele dafür sind das Dritte Belvedere, die Altstädter Wache, die Torhäuser am Leipziger Tor oder das Haus Gewandhausstraße 7.

Der anschließende Stil des Historismus verwendete historisierenden Formen. Hier gab es die Stilrichtungen Neogotik, Neoromanik, Neorenaissance und Neobarock.

Der Cholerabrunnen, welcher heute in der Sophienstraße seinen Platz hat, wurde in neogotischer Art entworfen, der Architekt war Gottfried Semper. Er entwarf und  erbaute 1839-1840 auch die Alte Synagoge, diese jedoch im neoromanischen Stil. Die Synagoge wurde am 9. November 1938 im Zuge der Judenverfolgung in der Reichskristallnacht verwüstet und zerstört.

Ein Beispiel für die Neorenaissance ist der Georgenbau mit dem Georgentor am Dredner Schloßplatz. Dieses Gebäude wurde bei den Luftangriffen 1945 zerstört und später wieder aufgebaut.

Der Neobarock repräsentierte sich vor allem in zwei Gebäuden. Das eine war der Kaiserpalast an der Nordseite des Pirnaischen Platzes, das andere das Zentraltheater in der Waisenhausstraße. Beide Bauwerke fielen den Bombenangriffen 1945 zum Opfer, ihre Ruinen wurden später abgerissen. Heute kann man die kunstvollen Fassaden nur noch auf alten Fotos bewundern.

Um 1900 begann die Ära der Moderne mit ihren neuen Formgebungen.

Der erste Zeitabschnitt der Moderne war die Phase des Jugendstils. Der Begriff entstand infolge eines Artikels der Münchner Zeitschrift „Jugend“, in dem für einen neuen Dekorationsstil geworben wurde. Es sollten keine historischen Vorbilder mehr kopiert werden, sondern eigene moderne Formen entwickelt werden.

Ein Wohngebäude im Jugendstil ist die Adresse Wägnerstraße 18 im Stadtteil Dresden-Blasewitz.

 

Der Jugendstil wurde von der Reformarchitektur abgelöst. Hierbei wurden Ideen von schlichter und sachlicher Gestaltung in die Tat umgesetzt. Beispiele sind das Hauptstaatsarchiv an der Albertstraße und das AOK-Verwaltungsgebäude am Sternplatz.

Um die 1920er Jahre entwickelte sich der Expressionismus, welcher von spitzen Winkeln und dekorativen Elementen gekennzeichnet war. Seine Merkmale waren beispielsweise rautenförmige Fenster oder dreieckige Balkone.

Solche Gestaltungselemente kann man heute in der teilweise unter Denkmalsschutz stehenden GEWOBAG-Siedlung im Stadteil Gruna entdecken.

Ein anderes Beispiel ist das bogenförmige Stadthaus an der Theaterstraße, welches heute zur Stadtverwaltung gehört.

 

Dem Expressionismus folgte die neue Sachlichkeit bis 1933. Die Bauwerke wurden jetzt rein zweckgebunden und schnörkellos errichtet. Das kann man beobachten am Gebäude des ehemaligen Arbeitsamtes Maternistraße 14, in dem gegenwärtig das Theater „Wechselbad“ seinen Sitz hat.

 

Nach 1933 rückte der Heimatschutzstil in den Vordergrund. Die Bauwerke sollten sich möglichst gut der Umgebung anpassen. Deshalb wurde der Einsatz vor Ort  vorhandener Baustoffe favorisiert, z. B. Backsteine in Norddeutschland oder Bauholz in den Alpen. Auf die Verzierungen früherer Epochen sollte dabei weitestgehend verzichtet werden.

Durch die flächendeckenden Bombardements 1945 verlor Dresden viele seiner historischen Bauten.

Nach dem Krieg hielt der in der Sowjetunion in Mode gekommene Sozialististische Neoklassizismus Einzug in Ost-Deutschland und so auch in Dresden. Er war geprägt von reich verzierten Monumentalbauten in Anlehnung an historische Vorbilder. In diesem Stil wurde von1953 bis 1958 der Altmarkt wieder aufgebaut. Ein markantes Beispiel am Altmarkt ist das Haus Seestraße 10, wo sich ehemals das Café Prag befand. Dieser Baustil endete mit dem Tod Stalins.

 

Die Jahre zwischen 1960 und 1970 gehörten der Nachkriegsmoderne,  deren  Kennzeichen Sachlichkeit ohne überschwenglichen Zierrat war.

Das 1953 bis 1955 errichtete Studentenwohnheim Güntzstraße zeigt diese Bauweise.

Durch die flächendeckenden Bombardements 1945 verlor Dresden viele seiner historischen Bauten.

Nach dem Krieg hielt der in der Sowjetunion in Mode gekommene Sozialististische Neoklassizismus Einzug in Ost-Deutschland und so auch in Dresden. Er war geprägt von reich verzierten Monumentalbauten in Anlehnung an historische Vorbilder. In diesem Stil wurde von1953 bis 1958 der Altmarkt wieder aufgebaut. Ein markantes Beispiel am Altmarkt ist das Haus Seestraße 10, wo sich ehemals das Café Prag befand. Dieser Baustil endete mit dem Tod Stalins.

 

Die Jahre zwischen 1960 und 1970 gehörten der Nachkriegsmoderne,  deren  Kennzeichen Sachlichkeit ohne überschwenglichen Zierrat war.

Das 1953 bis 1955 errichtete Studentenwohnheim Güntzstraße zeigt diese Bauweise.

Modernes Bauen wurde schließlich mit dem Internationalen Stil verwirklicht. Die Gebäude - Hochhäuser oder Flachbauten - waren schmucklos und funktionell gehalten.

Ein Beispiel für einen solchen Flachbau ist der Kulturpalast an der Nordseite des Altmarktes. Das „Haus der Presse“ an der Ostra-Allee repräsentiert ein typisches Hochhaus.

 

Seit den 1960er Jahren setzte sich immer mehr der kostengünstige Plattenbau durch. Plattenbauten kann man heute an vielen Stellen finden, im Neubaugebiet Johannstadt, in den Stadtteilen Prohlis oder Gorbitz.

Die Phase Postmoderne Ost (1980–1990) orientierte sich wieder stärker an  traditionellen Stadtbildern und ehemaligen Grundrissen, und versuchte deren Elemente einzubeziehen. Das kann man gut erkennen am Platz der Einheit.

In der Spätmoderne (ab 1990) wurden historische Gebäude möglichst originalgetrau wiederaufgebaut, wie z. B. die Frauenkirche oder das Residenzschloß.

Neu erbaute Gebäude sind häufig monumental und oft mit Glas- oder Steinverkleidungen wirkungsvoll geschmückt. Ein gutes Beispiel dafür ist das Warenhaus Karstadt an der Ecke Prager Straße/Waisenhausstraße.

Zunehmend werden auch ganz besonders außergewöhnliche Baulösungen umgesetzt. Das extravagante Glaskugelhaus befindet sich am Wiener Platz/Prager Straße, gegenüber dem Hauptbahnhof.

Das markante Internationale Congress Center Dresden nahe der Altstadt am südlichen Elbufer wurde 2004 eröffnet. Das von viel Glas und Stahl geprägte Bauwerk hält Plätze für bis zu 6000 Konferenzteilnehmer bereit.

Man darf gespannt sein, mit welchen Ideen uns die Architekten des 21. Jahrhunderts überraschen werden...

Weitere Anzeigen zu Dresden und Kultur

Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere Informationen zum Zoo in Dresden.
Wir hoffen das die Informationen unseres Portals weiter geholfen haben.